FAQ (frequently asked questions oder auf deutsch, oft gestellte Fragen)

Auf dieser Seite möchten wir häufig gestellte Fragen beantworten und Anregungen zum Selbsthandeln geben. Wir sind neugierig auf Ihre Fragen rund um das städtische Grün in Chur.


Herbst und Winter:


Was tun mit dem vielen Laub im Garten?

 

Den Boden düngen...

Fällt das Laub auf Beete und zwischen Pflanzen, kann man die Blätter ruhig liegen lassen. Unzählige Insekten, Würmer und Mikroorganismen zersetzen die Blätter.  Dadurch werden Nährstoffe für die Pflanzen frei, die so wieder in den Kreislauf eingespeist werden.

 

oder als Winterschutz...

Laub eignet sich auch zum Schutz empfindlicher Pflanzen gegen Frost. Häufeln Sie einfach die Blätter um beispielsweise Rosen an. Damit der Wind sie nicht wegbläst, legen Sie ein paar Zweige darüber – fertig ist der perfekte Winterschutz.

 

oder in den Kompost

Laubkompost ist die eleganteste Art, Laub zu beseitigen. Die Blätter aus dem Garten einsammeln und  diese leicht antrocknen. Anschliessend mit einem Häcksler oder Rasenmäher zerkleinern. Anschließend eine etwa 30 cm starke Laubschicht in den Kompostbehälter geben, darauf kommt eine Hand voll Steinmehl, eine Schicht Erde mit etwas Hornmehl, dann wieder eine Laubschicht usw. Im Frühjahr wird der Kompost umgeschichtet und spätestens im Herbst kann Kompost in bester Qualität auf den Beeten verteilt werden. Ausser Eichen- und Walnusslaub sind alle Blätter für diese Art der Kompostierung geeignet.

 

Auf den Einsatz von Laubsauger oder Bläser verzichten, da unzählige nützliche Kleintiere wie Spinnen, Käfer, Regenwürmer und Raupen mit dem Laub zusammen zusammengewirbelt oder aufgesaugt und zerhäckselt werden. Für das Ökosystem Boden bedeutet dies einen unersetzlichen Verlust.


Streusalzschäden - Wie gefährlich ist Streusalz für die Strassenbäume?

Salzschäden an Rosskastanie
Salzschäden an Rosskastanie

Streusalz kann am Strassenrand wachsende Pflanzen schädigen. Gelangt das Salz mit verspritztem Schnee oder Wasser direkt auf die Pflanzen, kommt es zu Kontaktschäden (zum Beispiel Verätzungen der Pflanze). Das mit dem Schmelzwasser versickerte Streusalz kann sich im Boden über viele Jahre anreichern. Schäden an der Vegetation zeigen sich daher erst oft zeitverzögert. Bei einem überhöhten Salzgehalt im Boden werden wichtige Nährstoffe verstärkt ausgewaschen und die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser durch die Pflanzen erschwert. Feinwurzeln von Bäumen sterben ab, so dass die lebenswichtige Symbiose mit Bodenpilzen (Mykorrhiza) leidet. Es kommt zu mangelnder Wasserver­sorgung und zu Nährstoffungleichgewichten. Bei Laubbäumen führt dies zu Aufhellungen an den Blatträndern im Frühsommer, die sich zunehmend zur Blattmitte ausdehnen und braun verfärben Blattrandnekrosen. Oft kommt es anschliessend zu vorzeitigem Laubfall. Langfristig führt eine solche Mangelversorgung zu einer verstärkten Anfälligkeit der Pflanzen gegenüber Krankheiten und zu ihrem vorzeitigen Absterben. - Die Schäden sind umso gravierender, je näher die Pflanzen an den Strassen und Wegen stehen. Besonders betroffen sind daher zum Beispiel Pflanzen an Fußwegen oder in Alleen. Alleenbaumarten, wie Ahorn, Linde und Rosskastanie (Bild) sind besonders gefährdet. Neben Schäden an der Vegetation können hohe Salzgehalte die Stabilität des Bodens beeinträchtigen und Bodenlebewesen schädigen.

Quelle: Deutsches Umweltbundesamt

Diskussion


Neophyten im eigenen Garten?

 

Neophyten sind nicht einheimische Pflanzen, die unter bewusster oder unbewusster, direkter oder indirekter Mithilfe des Menschen, beispielsweise in einen Garten gelangt sind. 

 

Mehr: Neophyt und Infoflora.

 

Hier ein Exemplar eines Essigbaumes, welcher auch in Chur entlang der unteren Plessurstrasse anzutreffen ist. Derzeit wird versucht, die Exemplare mit entsprechenden Massnahmen (Ringeln) zu entfernen, damit sie sich nicht weiter ausbreitet.

 

Das Amt für Natur und Umwelt Graubünden gibt Auskunft wie mit solchen Pflanzen umgegangen werden sollte.

 

Empfehlenswert: Weitere Pflanzen (Biologie, Auswirkungen und Massnahmen), welche die Biodiversität beeinflussen.


Die Ambrosia gilt ebenfalls als Neophyt

 

Kennen Sie diese hochallergene Pflanze?

 

Hintergründiges einfach erklärt

 

Einfach Bestimmen

 

 


 

Bodenuntersuchung simpel und einfach!

 

Mit der Teebeutel-Methode lässt sich die Bodenqualität bestimmen. 

 

Mehr dazu hier und hier.


Zurzeit erobern monotone Schottergärten die Schweiz

 

Private Gartenbesitzer weichen immer häufiger auf sogenannten Schottergärten aus. Die Bepflanzung ist hier nur spärlich bis gar nicht vorhanden. Schottergärten versiegeln den Boden, das Regenwasser versickert nicht im Boden und fliesst ab. Im Sommer werden diese Flächen zu regelrechten Hitzespeichern und heizen das lokale Klima auf.

 

Gemeinden haben einen grossen Handlungsspielraum – nicht nur, was die eigenen Grünflächen betrifft. So könnten Städte wie Chur zum Beispiel im Rahmen von Gestaltungs- und Quartierplänen wirksam eingreifen.

 

In der Studie «Schottergärten und Landschaft – Dynamik, Akteure, Instrumente» sucht die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) nach Ansätzen, wie sich diese Entwicklung aufhalten lässt.

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Studie_Schottergärten_und_Landschaft
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Narrative Environments sind kommunikative Umgebungen, in denen Erleben, Lernen und Verstehen auf erzählerische, spielerische, aktive, handlungs-orientierte und kontemplative Weise möglich sind. 

 

Eintauchen in "THE GARDEN – End of Times, Beginning of Times"  mit der Künstlerin Monica Ursina Jäger


Ungarische Eiche (Quercus frainetto) an der unteren Plessurstrasse beim Anemonenweg
Ungarische Eiche (Quercus frainetto) an der unteren Plessurstrasse beim Anemonenweg

 

 

 

Wozu dient der weisse Anstrich bei neu gepflanzten Bäumen?

 

Im Frühjahr können bei starker Sonneneinstrahlung und nachfolgend tiefen Nachttemperaturen an jungen Bäumen Rindenrisse entstehen. Um dies zu verhindern wird bei der Pflanzung von neuen Alleebäumen ein Weissanstrich vorgenommen - meist ein Gemisch aus Wasser, Silikaten oder gelöschtem Kalk. Dadurch wird ein Teil der Sonnenstrahlen reflektiert. Dies vermindert eine übermässige Erwärmung der empfindlichen Baumrind wodurch Frostschäden verhindert werden können.